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Das digitale Magazin für Kunst in Theorie und Praxis

Aktuelle Ausgabe

Issue #1_Isolation

Editorial

Der Rahmen ist aus westlicher kunst-historischer Perspektive fester Bestandteil der Präsentation von Bildern. Er stellt Inhalte durch seine Form und Ausarbeitung in einen bestimmten Kontext. Rahmen können schützen und Möglichkeitsräume eröffnen, jedoch auch Einschränkungen vornehmen und einengen.

Ein Blick in die Geschichte zeigt: Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts verändern sich Rahmen in ihrer Gestalt und Funktion zunehmend. Rahmen werden aufgebrochen und ihre Grenzen überschritten. Die daraus folgenden Entwicklungen in der Malerei, äußern sich durch eine Betonung der Materialität von Farbe sowie einem unvermittelten Anschluss an ihre Umwelt. Analog zur Kunstgeschichte, geschieht dies ebenso bei frame[less]. Kunst und Kunstgeschichte können nicht länger in ihrem Elfenbeinturm verweilen. Es gilt Fragen zu stellen, mögliche Antworten zu geben und dabei relevante Themen zu diskutieren.

Gesellschaftlicher Wandel wird stets interdisziplinär begleitet, sei dies aus geistes-wissenschaftlicher, künstlerischer oder sozialpolitischer Perspektive. Der Umgang mit Rahmen wird selbst zum künstlerischen Interesse. Das Innere wird vom umliegenden Raum abgehoben und verschlossen, und das gerahmte Objekt so als Kunstwerk ausgezeichnet, ähnlich wie bei einer Vitrine. Der Rahmen trennt das Innere vom Äußeren ­– es findet eine Isolation statt.

Wenn kein Bilderrahmen im klassischen Sinn genutzt wird, so bedingt doch der Ausstellungsraum den Rahmen und die Kontextualisierung des Werks. Auch dieser Raum ist begrenzt und isoliert die Kunst von deren Umwelt. Es gilt, solche Rahmen mit Hilfe des digitalen Raums zu sprengen. Digitalität schafft die Möglichkeit der Partizipation und die Chance, vielleicht angestaubte Zustände aufzulockern. Die Digitalisierung ermöglicht uns hinter den Rahmen zu blicken, auch wenn sich dahinter vielleicht nur ein weiterer Rahmen verbirgt, den es zu durchschauen gilt.

Euer frame[less] - Redaktionsteam.

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11.04.2020 

My friends are in my tummy.  

My creams for hands, face, body, and feet are a way to let my body feel needed, cared for. I crave for human bodies. I long for nearness, smelling, and touching of them, the feeling to share a warm, soft surface of skins.  

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