Call !

Eine Person sitzt in einem Café. Die Straßen sind leer. Sie blickt nach draußen und scheint nur die Reflexion ihres eigenen Gesichts im Fenster zu sehen.

Als Betrachter*innen schauen wir auf diese Figur mit einer schützenden, voyeuristischen Distanz, die uns der Maler dieses Gemäldes, Edward Hopper, durch den tiefen Bildraum verschafft. Doch in den jetzigen Zeiten der sozialen Distanz, der leeren Straßen und Geisterstädte, fühlen wir uns unmittelbar mit dieser Person verbunden, als wären wir selbst die Figur in Edward Hoppers Gemälde.

Dieses Gefühl der Isolation und Einsamkeit beschäftigt in der aktuellen Situation sicherlich viele. Die damit verbundenen Umstände zwingen uns alle um- und neuzudenken und flexibel zu handeln. Wir wollen diese Zeit sinnvoll nutzen und machen die aktuelle Situation - und das damit verbundene Gefühl zum Thema unserer ersten Ausgabe: Isolation.

Du studierst Kunst- oder Kulturgeschichte, Geistes-wissenschaften oder eine verwandte Disziplin? Du bist Student*in eines künstlerischen, gestal-terischen oder ähnlichen kreativ-praktischen Studiengangs oder bereits in den Feldern tätig? Du hast dich schon mit dem Thema Isolation in der Kunst theoretisch oder praktisch auseinandergesetzt? Dabei ist es egal, ob es sich um ältere Arbeiten handelt oder einen Gedanken, den du ausarbeiten möchtest. Formal und inhaltlich sind dir dabei keine Rahmen gesetzt.

Sende uns bitte zunächst dein Abstract oder Projektvorhaben (max. eine Seite als PDF) zu, in dem du kurz beschreibst, was du gerne machen würdest.

Bis zum Sonntag, den 17. Mai 2020 hast du Zeit, dich unter redaktion@framelessmagazin.de zu bewerben. Wir geben dir dann schnellstmöglich eine Rückmeldung

(ca. eine Woche) und informieren dich über alle weiteren Vorgänge. Weitere Informationen und Bedingungen rund um unser Verfahren findest du in unseren Guidelines.

Edward Hopper, Morgenstern 1952
Öl auf Leinwand, 71.4 x 101.9 cm
Columbus Museum of Art
Abbildungsnachweis:
Ivo Kranzfelder, Edward Hopper (1882-1967). Vision der Wirklichkeit, Köln 2002, S. 52.