Julia Scheuermann,

Zustimmung,

2020

Zustimmung

 

Große Hände, lange Finger

 

Bohren sich in schmale Hüften.

 

Deine raue pinke Zunge

 

Wird im Dunklen immer länger

 

Bewegt sich schwer in meinem Mund,

 

Taipan, Kobra, Natter?

 

Infamie erfüllt die Lunge

 

Er trieft vor Gift, dein Höllenschlund

 

von dunklem Rauch und kaltem Gin

 

Wend‘ mich an verlorne‘ Götter

 

Wimmere leise: ,,Du tust mir weh.“

 

Suche nach nicht vorhandnem Sinn

 

Die Realität ertränkt, gesprungen vom Schiff dieser Odyssee.

 

Hatte ich das laut gesagt?

 

Laut genug

 

LAUT GENUG

 

Dein Stöhnen,

 

das passt nicht zu meinem

 

Eine irrsinnige Kombination,

 

Melodien sind nicht zu erschließen,

 

Klangvolle Lust an klagendem Weinen,

 

keine Sinfonie.

 

Doch für dich

 

klingt sie ideal

 

du scheinst sie zu genießen

 

Eine Koryphäe zu sein

 

Das ist nicht dein erstes Mal.

Du fragst nicht.

 

Du nimmst dir.

 

 

So tut man das im Leben nun mal.

 

Zumindest hat man dir das gesagt,

 

nicht wahr?

 

Für dich ist es nicht radikal,

 

nicht wahr?

 

Also nimmst du ihn dir

 

meinen Körper

 

und steckst deine Flagge in meine Haut.

 

Dir ist das brennen egal

 

Hörst nicht meine Wörter

 

Hast mich bis jetzt nicht mal angeschaut.

 

Die Tränen sind Teil des verdrehten Fetischs

 

Das hast du auch so in Pornos gesehen,

 

da heulen die Schlampen doch immer.

 

Das ist für dich nichts Falsches.

 

Also heule ich auch.

 

Das Gewicht deines Beckens unermesslich brutal,

 

erdrückt den Widerspruch im Keim

 

Ich schließe die Augen.

 

Das ist nicht dein erstes Mal.

 

 

Du fragst nicht.

 

Du nimmst dir.

 

 

Dann gebe ich auf,

 

schließe sie ab.

 

Die Tür meiner Wahrnehmung ist zugenagelt.

 

Ich schweife im Nichts und lasse es zu.

 

Bedecke in Gedanken mit Blumen mein Grab.

 

Lege mich auf kalter Erde zur Ruh.

 

Ich habe einfach beschlossen, tot zu sein.

 

Nur noch ein paar Minuten B

 

is du auf mir zusammenbrichst

 

und ich überlege

 

Wie ich es schaffe Nicht zu brechen.

 

Du siehst nicht mich,

 

nur mein Material

 

Das hier ist nicht dein erstes Mal.

 

Aber meines.